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Unfälle auf dem Dach: Ausrutschen und Stolpern

Unfälle auf dem Dach: Ausrutschen und Stolpern

Um Abstürze aus Höhen zu verhindern gibt es entsprechende Gesetze und Normen zu Absturzsicherungen. Eine weitere zentrale Unfallgefahr auf dem Dach wird jedoch oftmals vernachlässigt: Das Fallen durch Stolpern oder Ausrutschen. Mit einfachen Vorkehrungen, wie der Installation rutschfester Gehwege oder der Markierung besonders gefährlicher Stellen, kann bereits eine sichere Arbeitsumgebung geschaffen werden.

 

Ausrutschen und Stolpern auf dem Dach

Ausrutschen und Stolpern am Arbeitsplatz sind eine häufige Ursache für Unfälle. Die meisten Unternehmen sind sich dieser Gefahr bewusst und haben entsprechende Vorkehrungen getroffen, um entweder die Gefahren bestmöglich zu kontrollieren oder gänzlich zu beseitigen: Sie installieren z.B. einen angemessenen Bodenbelag, um das Risiko des Ausrutschens oder Stolperns zu minimieren. Zudem wird sichergestellt, dass Flüssigkeiten schnell ablaufen oder entfernt werden können und alle Arbeitsbereiche jederzeit frei von Hindernissen sind.

Stolperfallen Dach

Im Gegensatz zu einem Büro, verfügt der Arbeitsplatz Dach meist nicht über einen ebenen und rutschfesten Fußbodenbelag. Sobald es um die Arbeitssicherheit auf dem Dach geht, müssen die Unternehmen noch stärker darauf achten, dass Stolperfallen und rutschige Bereiche auf dem Dach beseitig werden. Denn auch dort wird regelmäßig gearbeitet, um zum Beispiel Wartungsarbeiten, Anlageninspektionen oder die Reinigung von Lichtkuppeln, Dachrinnen o.ä. durchzuführen. Um Abstürze vom Dach zu verhindern, sind die Unternehmen gesetzlich verpflichtet, für die entsprechenden Absturzsicherungen auf dem Dach zu sorgen – die Gefahr des Stolperns oder Ausrutschens auf dem Dach hingegen wird oft vernachlässigt.

 

Auf den Dächern gibt es unzählige Stolperfallen, wie Rohrleitungen, lange Kabel für Maschinen und Anlagen sowie Blitzableiter, Satellitenschüsseln, Sendemasten, Funkeinrichtungen oder Antennen. Bedenken Sie zudem Gegenstände, die von den Dacharbeitern liegengelassen werden können, wie Hammer, Bohrer, Taschen oder Verpackungen. Ausrutsch- und Stolperfallen wie diese müssen in jeder Gefährdungsbeurteilung berücksichtigt und anschließend vermieden werden.

 

Unfälle auf dem Dach vermeiden:

  • Markierungssysteme: Mobile Kettenständer grenzen sichtbar Gefahrenquellen, wie Geräte und zerbrechliche Materialien, ab.
  • Für die Bereiche, in denen Absturzgefahr besteht, können die Markierungssysteme in Verbindung mit Dachgeländern installiert werden.
  • Laufwege für das Dach: Dachlaufstege sollten in den Bereichen, die regelmäßigen Zugang erfordern, installiert werden. Laufstege für das Dach sind oft modular im Design, so dass sie auf nahezu jeder Dachkonfiguration installiert werden können, um eine sichere, rutschfeste und ebene Lauffläche über dem Dach zu ermöglichen. Ein weiterer Vorteil dieser Systeme ist, dass sie die Lebensdauer des Daches erhöhen.
  • Ordnung auf dem Dach: Dacharbeiter müssen daran denken, ihre Werkzeuge direkt nach dem Einsatz wieder einzupacken, Verpackungen zu entsorgen und keine Stolperfallen auf dem Dach zu hinterlassen. Dabei kann einfaches Zubehör, wie ein Werkzeuggürtel, helfen. 

 

Trittstufen Dach Markierung von Gefahrenstellen auf dem Dach Laufweg auf Metalldach

 

Gefährdungsbeurteilung auf dem Dach

Berücksichtigen Sie bei der nächsten Gefährdungsbeurteilung neben dem Einsatz der richtigen Absturzsicherungen auch alle Rutsch- und Stolperfallen. Somit können Sie effektiver auf alle Gefahren auf dem Dach reagieren und die Dacharbeiter vor Unfällen bewahren.

Lesen Sie mehr in unserer Serie „Gefahren auf dem Dach“ über den Dachzugang und ungesicherte Dachränder, Verkehrswege sowie über Öffnungen und Geräte auf dem Dach.